Traditionell werden Ostereier in der Schweiz oft in Zwiebelschalen gefärbt – aber die Natur bietet viel mehr! Mit verschiedenen Pflanzen, Früchten, Blättern oder Wurzeln lassen sich Ostereier ganz ohne Chemie in sanften oder kräftigen Naturtönen färben.
Diese Methode ist ideal für alle, die gern experimentieren und natürliche, leicht unvorhersehbare Farbnuancen lieben.
Folgende Pflanzen & Lebensmittel eignen sich besonders gut:
Gelb: Kurkuma, Kamille
Rot / Pink: rote Zwiebeln, Randen
Blau / Violett: Rotkohl, Blaubeeren
Grün: Petersilie, Brennnessel, Spinat
Braun: Kaffee, Schwarztee
Du brauchst:
2 Liter Wasser
30–500 g Naturmaterial (je nach Kategorie)
Gekochte Eier
Essigwasser zum Reinigen
Optional: Öl für mehr Farbintensität
| Materialgruppe | Menge | Einweichzeit | Kochzeit |
| Frischpflanzen / Gemüse | ca. 500 g | keine | 30-40 Min. |
| Blätter / Blüten / Beeren | 30-100 g | 4-8 Std. | 30-60 Min. |
| Wurzeln / Rinden / Hölzer | 30-100 g | 1-2 Tage | 1-2 Std. |
| Wurzeln / Rinden / Hölzer | 30-50 g | keine | 20-30 Min. |
Tipp:
Je mehr Material und je länger der Sud zieht, desto intensiver wird die Farbe.
Eier mit Essigwasser reinigen, damit die Farbe gleichmässiger haftet.
Gekochte Eier langsam ins sprudelnde Wasser legen und 6 Minuten (weich) bzw. 9 Minuten (hart) kochen.
Nach dem Kochen die Eier einfach an der Luft abkühlen lassen – ohne Abschrecken. So bleibt die Haltbarkeit optimal.
Die gekochten Eier in den abgekühlten Farbsud legen.
Nach ca. 30 Minuten prüfen.
Falls die Farbe noch zu hell ist, weiter im Sud ziehen lassen.
Eier auf ein Stück Küchenpapier legen.
Für mehr Leuchtkraft: mit wenig Öl einreiben.
Ja, das ergibt oft interessante Zwischentöne.
Hartgekochte Eier im Kühlschrank ca. 2–4 Wochen, je nach Schalenzustand.
Nein. Durch das Abschrecken mit kaltem Wasser entsteht Unterdruck, der Keime durch die Schale ziehen kann und die Haltbarkeit verkürzt sich.
Dieser Beitrag wurde erstmals im April 2019 veröffentlicht und im März 2026 inhaltlich aktualisiert.

Wenn du Freude am Experimentieren mit Naturfarben hast, könnten dich auch diese Methoden begeistern:
Cochenille – kräftige Pink‑ und Fuchsia‑Töne
Kurkuma – warme Gelbtöne mit Pflanzenmustern
Rotkabis – überraschend schöne Blau‑ und Türkisnuancen
Fadenwickeltechnik – filigrane Muster ganz ohne Nylonstrumpf
Wenn du an Ostern nicht nur färben, sondern auch etwas unternehmen möchtest:
Mit einer MiBon‑Mitgliedschaft entdeckst du, je nach Mitgliedschaftsstatus über 80 Ausflugsziele in der ganzen Schweiz zu besonders günstigen Konditionen.